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Evaluation 2020: jup! Berlin wird fünf. Was war, was ist und was wird sein?

25.09.2020


Die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin (jfsb) vergibt im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin, Abt. III – Jugend und Kinderschutz, Landesjugendamt, III C 14 die folgende Untersuchung zu jup!Berlin (https://jup.berlin):

Auftrag
:
Überprüfung des strategischen Ansatzes von jup! Berlin aufgrund der gemachten Erfahrungen sowie in Hinblick auf zukünftige Rahmenbedingungen in Berlin. Worin lag der Beitrag von jup! Berlin, um das Leitziel zu erreichen? Worin bestehen die Relevanz und die Wirksamkeit? Und wie bleibt das Berliner Jugendportal weiterhin relevant und kann wirkungsvoll das Leitziel erreichen?

Leistungen
:
Befragungen und zwei Reflexionsworkshops mit jeweils einer Ergebnispräsentation (1. Zwischenergebnis und 2. Endergebnis) sowie jeweils anschließender Reflexion (insgesamt zwei moderierte Workshops).

Zielstellung:
Referenzrahmen sind Leit- und Mittlerziele. Erkenntnisse sind u.a. zu folgenden Leitfragen angestrebt:

  • Wie kommen die Aktivitäten von jup! Berlin bei der Zielgruppe junge Berliner*innen an? Wie bei den anderen Befragten?
  • Wo gibt es Differenzen zum Konzept und wie können diese für die weitere Arbeit aufgelöst werden bzw. welche Ableitungen können wir für eine zukunftsweisende Weiterentwicklung machen (Relevanz) – also: Stimmen die Mittlerziele, um die Leitziele zu erreichen (Wirkthese)?
  • Welche Veränderungen in der außerschulischen Jugendbildung / Jugendarbeit und –beteiligung im Land Berlin sollten unbedingt in der Weiterentwicklung von jup! Berlin berücksichtigt werden
  • Wie sieht ggf. ein neues Mittlerziel aus, um auch zukünftig einen relevanten Beitrag für das Land Berlin zu liefern (im Sinne des Leitziels)?
  • Welche Entwicklung braucht es ggf. hierfür bei jup! Berlin?

Reflexion I
Auf Basis einer empirischen Bestandsaufnahme soll das Profil des Landesprogramms jup! Berlin untersucht werden (Selbst- und Fremdbild): aus Sicht der Zielgruppe Jugendliche, des jup!-Teams, der Jugendredaktion, der Partner*innen und (Koop)kurrent*innen, der wichtigsten Stakeholder sowie der Auftraggeberin.

Folgende Fragen könnten hierzu bearbeitet werden:

  • Gibt es im „Orchester“ berlinweiter Angebote der außerschulischen Jugendbildung/ -arbeit und -beteiligung eine Lücke, die jup! Berlin schließen konnte?
  • Sind wir mit jup! Berlin dem strategischen Leitziel näher gekommen?
  • Was hat jup! Berlin bisher erfolgreich umgesetzt (aus wessen Sicht)?
  • Welche Relevanz hat jup! Berlin für welche Zielgruppe?
  • Wer sind die Nutzer*innen der Maßnahmen?
  • Wie groß ist der Bekanntheitsgrad des Programms bzw. der initiierten Maßnahmen unter jugendlichen Besucher*innen?
  • Wie groß ist die Akzeptanz des Programms bzw. der im Rahmen des Programms realisierten Angebote bei den befragten Personengruppen?
  • Welche Angebote werden bevorzugt nachgefragt bzw. in Anspruch genommen von den befragten Personengruppen?
  • Stimmt die These von Wirksamkeit der drei Säulen in Bezug auf die Reichweite und welche Wirksamkeit entfaltet jup! Berlin?
  • Welche Potenziale sehen die Befragten bei jup! Berlin und welche Stärken sollte das Projekt noch entwickeln oder welche Lücken im Land Berlin schließen?
  • Welche Theory of Change hat jup! Berlin - was denken die verschiedenen Gruppen der befragten Personen, wie jup! Berlin arbeitet, um das Leitziel zu erreichen?

Anschließend: Durch den*die Auftragnehmer*in moderierter Workshop mit Auftraggeberin, SenBJF und jup! Berlin zu den Ergebnissen. Reflexion von Selbst- und Fremdbild sowie erste Arbeit an Potenzialen und Selbstverständnis vom jup!-Team und der Wirksamkeit der drei Säulen.

Reflexion II
Auf Basis einer empirischen Bestandsaufnahme sollen derzeitige Probleme/Lücken sowie zukünftige Chancen/Tendenzen in der außerschulischen Jugendbildung/Jugendarbeit und Jugendbeteiligung untersucht werden (Zukunft und Entwicklungsperspektive). Referenzrahmen ist die Sicht des Landes Berlin und der wichtigsten Stakeholder auf das strategische Leitziel und die Rolle von jup! Berlin.
Befragt werden soll u.a. Jugendliche, SenBJF, Leitungen der Beteiligungsbüros in den Bezirken, Jugendstadträt*innen, Jugendverbände und Träger sowie Stiftungsrat und Vorstand der jfsb (und ggf. noch weitere, die nicht aus derselben Filterblase kommen?).

Folgende Fragen könnten hierzu bearbeitet werden:

  • Gibt es im „Orchester“ berlinweiter Angebote der außerschulischen Jugendbildung, Jugendarbeit und Jugendbeteiligung eine Lücke, die jup! Berlin schließen konnte, bzw. zukünftig schließen sollte? Gibt es relevante Veränderungen (z.B. Jugendförder- und Beteiligungsgesetz) und Probleme, die das Erreichen des Leitzieles erschweren?
  • Welche Chancen gibt es, die Entwicklungen in Berlin zum Erreichen des Leitziels zu nutzen (groß denken, ganz Berlin, viele Jugendliche)?
  • Was sollte jup! Berlin zukünftig tun, um das Leitziel zu erreichen? Gibt es Ideen, wie Leistungen von jup! Berlin eine größere Hebelwirkung entfalten können?
  • Worin sollte jup! Berlin spitze sein (Leistung und Position)?
  • Wie kann jup! seine Relevanz für wen ausbauen (für Jugend, für Politik und Verwaltung von Land und Bezirken)? Wie können wir uns fokussieren?
  • Wie gelingt die Zusammenarbeit mit jup! Berlin?

Anschließend: Durch den*die Auftragnehmer*in moderierter Workshop mit Auftraggeberin, SenBJF und jup! Berlin zu den Ergebnissen. Reflexion von Bedarfen, Leitziel-erfüllung aus Sicht des Landes Berlin, Chancen sowie erste Wirkthesen.

Produkte:
Zusammenfassung / Präsentation der Ergebnisse der Befragung, zwei Workshops inklusive Moderation zur Reflexion und erste Handlungsempfehlungen, Powerpointpräsentation zum Abschlussbericht der Ergebnisse und Analyse.

Methoden:  Geeignete Methoden sind im Angebot vorzuschlagen.

Termine:

  • Die Einreichungsfrist endet am 19. Oktober 2020 um 10:00 Uhr. Bieter*innen halten sich bitte bis einschließlich 20.11.2020 an ihr Angebot gebunden.
  • Bitte beachten: Auskünfte sind nur bis Freitag, den 9. Oktober 2020 um 17 Uhr möglich. Ansprechpartner dafür ist  Alexander Behren, Tel. +49 (0)30  28 47 019 11
  • Oktober 2020: Auswahl und Werkvertrag, Re-Briefing
  • November bis Dezember 2020: Befragungen und Workshops
  • Nach Absprache: Präsentation und Diskussion der Ergebnisse mit SenBJF, Auftraggeberin, jup!-Team und ggf. Beirat

Budget: 16.500 EUR/Brutto

Die vollständige Ausschreibung, v.a. mit weiteren Anforderungen an den*die Auftragnehmer*in und die Form des Angebotes steht Ihnen hier als Download zur Verfügung.